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Cichlid Pike

Der einheimische Name für diesen Fisch ist Jacunda. Manchmal wird er auch Sonnenfisch genannt und gehört zur Familie der Crenicichla, einer grossen Familie von Fischen, die bei Aquaristikern beliebt sind. Um das Ganze noch ein wenig verwirrender zu machen, nennen die Aquaristiker die verschiedenen Arten ebenfalls Pfauenhecht, Pike Cichlids. Die meisten Mitglieder dieser Familie sind kleine Fische, welche nicht so wichtig sind für uns Fliegenfischer, weil sie zu klein sind. Aber für ein Aquarium stellen sie eine attraktive Ergänzung dar. Es gibt über achtzig Mitglieder in dieser Familie, viele davon wurden noch nicht einmal beschrieben.


Die Art, auf welche wir regelmässig im Rio Agua Boa und Itapara Fluss stossen, scheint noch nicht vollständig von der Wissenschaft untersucht zu sein. Sie erscheint auch nicht in irgend einer der Fotolisten oder einem Aquaristikbuch in meiner Bibliothek, welche sich den Cichlids widmen. Wie wir herausgefunden haben, kommen sie in grösserer Anzahl im Itapara Fluss als im Agua Boa vor.


In der Fischliteratur oder auf Websites heisst er ganz einfach Crenicichla sp. Die grösste Ähnlichkeit, welche ich bei diesem Fisch gefunden habe, hat er wohl mit der Art C. marmorata. Aber ich muss zugeben: Es ist nicht exakt die gleiche; die Zeichnungen sind etwas unterschiedlich. Der Jacunda kann bis zu zwanzig Zoll oder sogar noch grösser werden.


Viele Exemplare dieser Familie zeigen einen Ocelli, welcher bei vielen Fischen in den Gewässern des Amazonas vorkommt. Beim Jacunda ist dieser augenförmige Punkt sonnenfarbig und auf der Seite nahe am Kiemendeckel platziert (daher der Name Sonnenfisch) - nicht auf der Schwanzflosse wie bei anderen Arten. Sie sind zur Tarnung dunkel gefleckt mit breiten Balken, welche länglich an der Seite verlaufen, bis zum Ansatz der Schwanzflosse. Die Rückenflosse verläuft vom Kopf bis zum Schwanz und ist ebenfalls mit dunklen Punkten versehen.


Wie die meisten der Cichlids sind sie räuberisch und ernähren sich hauptsächlich von kleinen Fischen. Sie haben grosse Mäuler mit vielen Zähnen, welche es ihnen erlauben würde grössere Fische anzugreifen, was sie jedoch nicht tun.


Sie schwimmen normalerweise paarweise an den mit Insekten übersäten Rändern von Flüssen und Seen und immer an Orten, wo die versunkenen Strukturen viel Schutz bieten. Meistens treffen wir auf diesen feisten Fisch während wir auf die grösseren Pfauenbarsche ausschau halten. Es ist also ein bisschen unfair gegenüber ihnen, weil wir für die grossen Barsche 8er bis 10er Ruten verwenden. Dies ist - und da werden Sie mir vermutlich zustimmen - ein wenig so wie wenn man einen Vorschlaghammer zum knacken einer Nuss benutzt.


Alle Jacunda, welche wir fangen, sind tatsächlich Zufallsfänge. Aber auch wenn man solch schwere Ausrüstung benutzt, kämpfen sie respektabel. Falls aber jemand absichtlich mit einer 4er - 6er Rute und einem kleinen Streamer auf diesen Fisch geht, wird er wirklich zu schätzen wissen, welch exzellente Kämpfer sie sind. Auf einer leichteren Rute sind sie jeder Forelle ebenbürtig.

 

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